DER BACHELORSTUDIENGANG ENERGIETECHNIK UND ERNEUERBARE ENERGIEN

Ein wesentliches Ziel des Instituts für Hochspannungstechnik, Energiesystem- und Anlagendiagnose ist die Intensivierung der anwendungsorientierten Forschung und ihrer Vernetzung mit der akademischen Ausbildung. Durch die Stärkung und den gezielten Ausbau der bestehenden wissenschaftlichen Kompetenzen soll eine Verbesserung der Forschungskontinuität in verschiedenen Bereichen der elektrischen Energiesysteme und deren Anwendung erreicht werden.

Durch eine intensive Verzahnung des Forschungs- und Lehrbetriebs innerhalb der akademischen Ausbildung – z.B. im Rahmen von hochaktuellen Bachelor- und Masterarbeiten – sollen Teile des aktuellen Anwendungs- und Forschungswissens sowie weitergehende Kompetenzen in direkter Weise an die Studierenden und zukünftige Fach- und Führungskräfte weitergegeben werden.
Folgende zentralen Themenbereiche fließen in das Studium ein:

  • Hochspannungstechnik
  • Energieverteilung (Netzführung Hochspannungsebene)
  • Elektrische Energiespeichersysteme
  • Intelligente Energiesysteme (Smart Grids)
  • Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
  • Anwendung und Entwicklung neuartiger Mess-, Prüf- und Diagnoseverfahren
  • Betrieb, Berechnung und Analyse bestehender und zukünftiger elektrischer Netze – auch unter Einbindung neuer Speicherkonzepte
  • Netz- und Betriebsmitteldiagnose
  • Untersuchung neuer Verfahren für die Instandhaltung und das Asset-Management von Netzbetriebsmitteln

Die Vorlesungen werden durch Praktika begleitet, in die Versuche aus aktuellen Forschungsaktivitäten einfließen. Beispiele hierfür sind die Erzeugung hoher Wechselspannungen, Blitzstoßmessungen, Teilentladungsmeßtechnik, Messungen des Verlustfaktors und der Kapazität von Dielektrika, die Messung von Isolationswiderständen und Polarisationsströmen, Dielektrische Spektroskopie von Betriebsmitteln, Messungen von Durchschlägen in Folien und Öl; Betriebsverhalten elektrisch langer Leitungen sowie Lastverhalten im Mittelspannungsnetz

Inhalte und Struktur des Studiengangs:

Der grundständige Bachelorstudiengang „Energietechnik und erneuerbare Energien“ ist an ein Studium der Elektrotechnik angelehnt und bietet in den Semestern 5-7 Vertiefungsvorlesungen im Bereich der Energietechnik unter besonderer Berücksichtigung der Erneuerbaren Energien mit ihren speziellen Regelungs- und Speichererfordernissen. In den ersten drei Semestern stehen die Grundlagen der Elektro- und Informationstechnik im Vordergrund. Das Praxissemester (4. Semester) gibt den Studierenden die Möglichkeit, die technischen Berufsfelder im Bereich der Energietechnik und der Erneuerbaren Energien kennenzulernen.

Im 5. bis 7. Semester werden beispielsweise Antworten auf die Fragen gegeben: Wie lässt sich die Versorgungssicherheit bei schwankendem Angebot aus Erneuerbaren Energien gewährleisten? Welche Anforderungen muss die Infrastruktur erfüllen? Zentrale Themen sind u.a. Speichertechnologien, intelligentes Energiemanagement, Spezialformen der elektrischen Energieübertragung, Strömungsmechanik und Thermodynamik.

Der darauf aufbauende dreisemestrige Masterstudiengang „Elektro- und Informationstechnik“ bietet die Möglichkeit, selbständiges wissenschaftliches Arbeiten anhand von umfangreichen Projektphasen zu erlernen, die sich über alle drei Semester erstrecken und in die Forschungs- und Entwicklungsthemen eingebettet sind. Da im Vordergrund das Erlernen wissenschaftlichen Arbeitens steht, besteht hinsichtlich der zu bearbeitenden Themen eine große Wahlfreiheit. Der Bezug zur Elektrotechnik muss allerdings erkennbar sein. Ebenso können hier externe Themen zur Bearbeitung eingebracht werden. An diesem Beispiel wird die synergetische Verknüpfung von Studium und forschender Entwicklung besonders deutlich.

Weitergehende Informationen zum Studiengang Energietechnik und erneuerbare Energien finden Sie hier https://www.hs-coburg.de/studium/bachelor/technik-informatik/energietechnik-und-erneuerbare-energien.html

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